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Aktualisiert 28.07.2006

Costa Rica 15. - 27. Juli 2006                                                                                      Woche II
                                                                                                                                  
Woche I

Faules Weekend

(22. Juli) Das Wochenende gehen wir ruhig an, durch den Wechsel der Firma die uns hier betreut, stehen heute nur kleine Abenteuer an, wie der Wechsel von einem Hotel zum nächsten oder die selbständige spanische Bestellung eines Mittagessens in einer einheimischen Kneipe. Das Hotel Alta in dem wir unterkommen erweist sich als absolute Luxusherberge, die uns an ein altspanisches Kloster erinnert, der herrliche Blick über San Jose, das schöne Zimmer, das sehr gute Restaurant und die etwas unterbeschäftigten Kellner haben allerdings auch ihren Preis.
Hotel Alta, San José Hotel Alta, San José Hotel Real, San José Hotel Alta, San José
 

Bikerischer Höhenflug

Vulkan Irazú (23.Juli) José und José heissen unsere Weggefährten der nächsten Woche, wobei José I sich als drahtiger, sportlicher, äusserst höflicher, kompetenter, liebenswerter Moutainbikeguide entpuppt, der dank seiner italienischen Abstammung und einer sehr guten Schulbildung neben seiner Muttersprache auch Italienisch, ein perfektes Deutsch und Englisch spricht. José II ist eigentlich schon pensioniert und arbeitet noch nebenbei als Fahrer, ein gemütlicher älterer Herr mit Bauch mit dem wir uns in Zeichensprache ganz leidlich unterhalten können. Wieder sind wir die einzigen Gäste. Wir fahren auf den noch aktiven, 3400 Meter hohen Vulkan Irazú und besichtigen den Krater in dessen Mitte sich eine See gebildet hat. Aufgrund der austretenden schwefligen Dämpfe hat er eine gelblich-grüne Farbe. Wir fahren eine steinige Schotterstrecke herunter und lernen Scheibenbremsen zu schätzen, vor allem wenn man Zwei Caballeros auf dem Weg ins Dorf hinuntersie, wie in dem Fall nicht hat, wobei unsere Hardtail Cannondale Silk Trail 400 gut im Schuss sind. Die Hände schmerzen vom Bremsen und ich bin froh als wir nach 1500 Hm die Strasse erreichen. Kleine Schwächen schreiben wir der Höhe zu, schliesslich sind wir noch nie in über 3000 m Höhe geradelt. Nach dem Mittagessen in einem einheimischen Lokal geht es auf einer gut befahrenen asphaltierten Strasse weiter, die  Landschaft wellt immer wieder 50 Hm rauf, dann wieder runter, ein gutes Intervalltraining für die nächsten 20 Kilometer. Die vielen kleinen Lastwagen sind fair und halten wo möglich gut Abstand, nebeln uns aber vor allem bergauf immer wieder mit öligen Russschwaden ein. Als wir in Cartago ankommen, findet in der grossen Kathedrale die Sonntagabendmesse statt. Die Kirche ist ein berühmter Wallfahrtsort, 1632 soll hier ein kleines Mädchen eine Madonnastatue gefunden und mit nach Hause genommen haben. Die Statue sei jedoch verschwunden und wieder an ihren ursprünglichen Platz zurückgekehrt. Selbst als der Priester die kleine Figur im Tabernakel einsperrte kehrte sie an ihren gewählten Platz zurück, so dass hier diese Kirche gebaut wurde. Im Untergeschoss der Kathedrale sehen wir viele Schaukästen mit silbernen kleinen Amuletten die Füsse, Arme, Köpfe, Ohren, Lungen, Bäuche etc. abbilden. Sie werden als Dank für Heilung an die Madonna gespendet. Ich frage mich für was die Amulette mit Autos, Flugzeugen und die Fussballpokalen stehen. Wir fahren zur wunderschönen Orosi Lodge, die von einem deutschen Paar geführt wird, das bereits vor 15 Jahren nach Costa Rica ausgewandert ist und neben den Zimmern auch ein kleines Kunstcafé betreibt. José und Sabine Kathedrale von Cartago Orosi Lodge, Orosi
 

Zucker mit Kaffee
 
(24.Juli) Wir fahren mit den Bikes weiter nach Turrialba. Die meist asphaltierte Strecke ist praktisch verkehrsfrei und führt durch Kaffeeplantagen und Zuckerrohrfelder. Unterwegs können wir eine alte Zuckerrohrfabrik besuchen. Auf den knapp 60 km gibt es nur wenige Steigungen, die allerdings bei dem schwülen Wetter auch etwas schwerer als normal fallen. José II bleibt mit seinem Bus immer in der Nähe und so spare ich mir die letzten 200 Höhenmeter und steige bei ihm zu während Peter und José das volle Programm absolvieren. Die Turrialtico Lodge ist herrlich auf einem Vulkankegel gelegen und bietet einen wundervollen Blick. Das Essen im offenen Lokal mit den Geräuschen der Nacht ist romantisch und ausgezeichnet, so dass wir etwas länger sitzen und ein Glas mehr trinken.
Eine der vielen 'Oh-my-God-Bridges' (hinter Orosi) Sabine im Bergspurt Alte Zuckerrohrbrennerei
Indiomaske Sicht auf Turrialba vom Turrialtico Hotel Bananen - wichtiges ExportgutCosta Rica's
 

Ein Vergnügen der Klasse IV - White Water Rafting

(25. Juli) Nachdem ich erfahren habe, dass Klasse IV Rafting einen Schwierigkeitsgrad auf einer nur 6 Klassen umfassenden Skala darstellt, wobei Kl. 6 dann für noch nie gefahrene Strecken steht, mache ich mir doch etwas Sorgen. Als ich allerdings die vielen, wenngleich vorwiegend sehr jungen Leute sehe, geht es mir besser, anscheinend erfreut sich das ganze einer grossen Popularität, kann also nicht ganz so gefährlich sein. Wir fahren mit den Schlauchbooten eine ca 40 km lange Strecke die durch 2 Caynons führt. Echte Klasse 4 Hindernisse hat es nur drei auf der Strecke, die allerdings schon ziemlich fetzen, der Rest sind 2er und 3er Stromschnellen. Neben den Booten fahren  sechs wendige kleine Kajaks die ‚Überbootgegangene’ wieder einsammeln, was allerdings soweit wir sehen nur einmal notwendig ist, wobei ich den Mann nachher an seinem verschrammten Kopf im Lokal schnell identifizieren kann. Wir sind knapp vier Stunden unterwegs, das ganze erweist sich als gut kalkulierbares Risiko, mit hohem Funfaktor.
Rafting auf dem Pacuare River Raften gibt Hunger - Mittagspause Sabine mal wieder mit 'Uno-Blauhelm'

Wir fahren noch 3 Stunden an die Karibik Küste nach Puerto Viejo und steigen im sehr einfachen Hotel Guaraná ab. Die Zimmer sind klein, nicht besonders sauber, der Durchlauferhitzer der Dusche erinnert an einen elektrischen Stuhl und der einzige Luxus hier ist die zimmereigene Hängematte vor der Tür. Der Ort selber scheint nur aus Restaurants, Discos, Bars zu bestehen, aus denen Reggae oder Popmusik tönt. Neben viel jungen Surfern, sieht man ein paar Familien, Althippies und jede Menge herrenloser Hunde. An einigen Orten riecht es süsslich. Spät nachts wenn es ruhiger wird hört man aber das Meer rauschen.
Interessante Verkabelung!  Müde und geschafft
 

Biken am Strand

(26. Juli) Am nächsten Morgen biken wir die 13 km bis ins Nachbardorf Manzanillo. Beide Orte sind noch sehr verschlafen. Wir fahren an einen schönen Strand entlang und verbringen ein paar Stunden dort, was uns aber schon bald langweilt und wir wissen das unser Urlaub so wohl nie aussehen wird. Wir radeln zurück mittlerweile ist auch Puerto Viejo wach. Wir essen hier in verschiedenen Restaurants sehr gut, ich kann dem Ort allerdings wenig abgewinnen, ist mir zu Althippie-Reggae Style , Peter meint das sei Authentisch und mir fehle halt das Karibik Feeling. So sei es!
Nationalpark bei Manzanillo - Grenze zu Panama Strand bei Manzanillo

 

Say Goodbye to Costa Rica

(27.Juli) Heute fliegen wir ab, aber zuerst müssen wir noch in das knapp 200 km entfernte San José zurück. Die Strasse ist streckenweise sehr schlecht, die Lastwagen zirkeln wie betrunken von links nach rechts um den riesigen Schlaglöchern auszuweichen. Nach vier Stunden ist es geschafft, wir haben in San José noch etwas Zeit um die Stadt zu besichtigen, die Fussgängerzone unterscheidet sich nicht wesentlich von der in anderen Städten und Peter sucht und findet auch noch einen McDonald. Es giesst als wir zum Flughafen fahren, unser Flug geht pünktlich und nach 4 Stunden Flug sind wir zurück in New York.
Schlaglöcher bis 30 cm tief! Teatro Nacional, San José Skulptur (linke Figur!) im Zentrum von San José

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1. Woche gebucht bei Conexiones via Hidden Trails via Equitour
2.Woche gebucht über Bike Arenal via Salina Tours 
Gebucht bei Helvetic Tours, Volkiland, 044 947 50 60